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@ TELEGRAMM Nr. 15 / 15. März 2005

Manchmal kommt es eben anders als man denkt. Und manchmal sogar öfter...
1. Eigentlich hatte ich gedacht, dass die „Saison“ für mich beendet ist. Aber jetzt darf ich doch noch mal aufs Eis. Und das gleich zu zwei Rennen innerhalb einer guten Stunde. Ich würde mich freuen, wenn Sie am Donnerstag in Hohenschönhausen vorbei schauen und für richtig Stimmung sorgen. Mehr dazu im @Telegramm.
2. Als zehn Tage vor der Einzelstrecken-WM in Inzell Halsschmerzen und ein grippaler Infekt in mir hoch schlichen, habe ich eigentlich gedacht, ich könnte mir einen Sprung aufs Treppchen abschminken. Dass dann doch noch zwei Silbermedaillen um meinen Hals baumelten hat mich stolz und glücklich gemacht.
3. Eigentlich hatte ich gedacht, in jedem Interview vor der WM deutlich gemacht zu haben, dass es mir nicht darauf ankam, einen Platz im deutschen Damentrio zu beanspruchen. Für mich stand immer im Mittelpunkt, auf die ungenügende Kommunikationsfähigkeit des DESG-Cheftrainers Helmut Kraus hinzuweisen. Doch einige Journalisten konnten oder wollten meinen Ansatzpunkt nicht verstehen. Schade.
4. Eigentlich hatte ich gedacht, dass die DESG-Verantwortlichen so schnell wie möglich ein klärendes Gespräch aller Beteiligten anberaumen wollten. Doch bis heute habe ich von den Herren in Inzell noch nichts gehört.

Ihre Claudia Pechstein


Donnerstag, 20.15 Uhr, ARD+++Freier Eintritt in Hohenschönhausen+++

Rückwärts gegen Kalle Pohl, vorwärts gegen den Audi RS4!

Eigentlich ist die Saison für Claudia Pechstein bereits beendet. Eigentlich. Doch am kommenden Donnerstag schnürt die Berlinerin in ihrer Heimatstadt noch einmal die Schlittschuhe. Genau genommen sogar zweimal. Denn bei ihrem ersten Auftritt in der TV-Sendung „Einfach Millionär“ (17. März, ARD, 20.15 Uhr) ist anderes Schuhwerk gefragt: „Fürs Rückwärtslaufen sind meine Klappschlittschuhe denkbar ungeeignet, da werde ich auf Eishockeyschuhe zurückgreifen“ (Foto unten), erklärt die zweifache Silbermedaillengewinnerin der WM in Inzell. Ihr erster Gegner beim „spielerischen Duell“ in der Show von und mit Frank Elstner wird Kalle Pohl („Sieben Tage, sieben Köpfe“) sein. Gegen 20.25 Uhr wird Elstner aus seinem Hamburger Studio erstmals Moderatorin Monica Lierhaus in Berlin rufen, die den Zuschauern die Ereignisse in der Hohenschönhausener Eisschnelllaufhalle näher bringen wird. Zunächst steht dabei das Duell Pechstein gegen Pohl im Mittelpunkt. Der „kleine Spaßvogel“ wird dabei versuchen, die 400-Meter-Runde im Eisoval auf dem Mofa schneller zurück zu legen als Claudia – rückwärtslaufend – auf Kufen. Wer wird gewinnen? Die Kandidaten im Hamburger Studio müssen den Sieger tippen, natürlich kann auch das Publikum an den TV-Schirmen miträtseln und Daumen drücken. Gleiches gilt dann für die zweite Schalte nach Berlin. Dann darf sich Claudia auf dem Eis erstmals mit einem ihrer Sponsoren messen. Kann sie schneller sein als der neue RS4 von Audi mit DTM-Pilot Frank Stippler am Steuer. Zunächst wird Claudia über die Strecke von 900 Metern Voll-gas geben und vorlegen. An-schließend legt sich Stippler mit seinen 300 PS und 5 mm langen Spikes an den Reifen ins Zeug, um die Zeit zu unterbieten. „Sicherlich ein sehr interessantes Kräftemessen, ich bin schon sehr gespannt“ freut sich die vierfache Olympiasiegerin auf den „Rennabend“.
Und das Beste für alle Berliner und Brandenburger: Der Eintritt für das Spektakel in Hohenschönhausen ist frei. Jeder Eisschnelllauf-Fan ist Willkommen, um für tolle Stimmung während der beiden Rennen zu sorgen. Natürlich gibt’s auch Autogramme von Claudia.
Und wer möchte kann seine Schlittschuhe mitbringen – die innere Fläche ist freigegeben...


Gelungener Saisonabschluss in Inzell:
Zweimal Silber bei den Weltmeisterschaften!

Als Claudia Pechstein gut zehn Tage vor der Einzelstrecken-WM in Inzell in der Nacht unsanft von Halsschmerzen geweckt wurde, hätte sie ein solches Ergebnis in Inzell nicht für möglich gehalten. Drei Tage musste sie vor dem Saisonhöhepunkt mit dem Training aussetzen, wurde mit Antibiotika behandelt und dennoch sprangen zum Saisonfinale zwei Silbermedaillen heraus. Über 3.000 und 5.000 Meter fehlten am Ende sogar nur rund fünf bzw. drei zehntel Sekunden zum Gold. Doch Claudi haderte nicht mit dem Schicksal: „Wenn mir jemand zehn Tage vor der WM gesagt hätte, du gewinnst zweimal Silber – ich hätte ihn
für verrückt gehalten“, erklärte sie Moderator Christian Schenk anschließend strahlend im VIP-Zelt der DKB.


Claudias Debüt als Esprit-Model

Öfter mal was Neues: Unter diesem Motto steht Claudia Pechsteins morgiger Auftritt im Hamburger Design-Hotel East. Wenn es auf der großen Allegra-Party ab 19.30 Uhr heißt „Fashion goes Sports“, wird Deutschlands bekannteste Wintersportlerin erstmals als Model über den Laufsteg „spazieren“. Präsentieren wird sie – natürlich – die neueste Kollektion ihres Sponsoringpartners ESPRIT. „Wenn ich ehrlich bin, muss ich sagen, dass meine Aufregung vor diesem Auftritt größer ist als vor meinen Rennen auf dem Eis“, beschreibt die 33-jährige Berlinerin ihr „Laufsteg-Lampenfieber. Untersützt wird sie übrigens von Mario Basler und Carlo Tränhardt. Zudem steht auch ein Fotoshooting für die Allegra auf dem Programm!


Engagement für den „Tag der Staub-Engel“

Nicht nur auf dem Eis gibt Claudia Pechstein Vollgas. Die 33-Jährige unterstützt den „Tag der Staub-Engel“ – eine der größten Kinderhilfsaktionen in Deutschland. Morgen Vormittag (16. März 2005, 11.30 Uhr) wird sie mit Schülern der Wiesenschule in Hamburg-Buchholz das Büro des Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführers des HSV, Bernd Hoffmann, putzen, um auf das soziale Hilfsprojekt aufmerksam zu machen.
Der Vorzeige-Athletin, die in der abgelaufenen Saison zum dritten Mal in Folge den Gesamtweltcup für sich entscheiden konnte, gefiel die Idee sofort, um auf den „Tag der Staub-Engel“ aufmerksam zu machen. „Viele Kinder auf der Welt haben nicht einmal die faire Chance auf einen guten Start ins Leben. Mit dem Staub-Engel-Projekt können wir jetzt etwas für Kinder in Peru tun. Ich werde mitputzen, um Schulen für die Teilnahme an unserem Projekt zu begeistern“, sagt Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin.
Alle Schülerinnen und Schüler können beim „Tag der Staub-Engel“ mitmachen und bei ihrem Ein-satz für den guten Zweck sogar Preise von insgesamt 10.000 Euro gewinnen.
In der Aktionswoche vom 18. bis 23. April werden die teilnehmenden kleinen Helfer bei Verwandten, Bekannten oder Nachbarn im Haushalt mit anpacken. Dafür erhalten sie eine kleine Spende. Das gesammelte Geld geben sie weiter an die Kindernothilfe, die damit ein Projekt für Kinder unterstützt, die für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen und deshalb nicht zur Schule gehen können.

Letzte Aktualisierung:
25.11.2009

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