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@ TELEGRAMM Nr. 9 / 02. 02. 2004

Liebe User,
liebe Leser!

Diesmal möchte ich meine persönlichen Zeilen einmal mit einem ganz anderen Thema beginnen: Ich habe mich nämlich so richtig
gefreut, dass die Jungs von Hertha BSC aus meiner Heimatstadt Berlin am Sonntagabend den VfB Stuttgart bezwungen und wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gesammelt haben. Und ich möchte wetten, dass auch zahlreiche Bremer vom SV Werder die Fäuste geballt haben, als die Schwaben als Konkurrent im Kampf um die Meisterschaft Federn lassen mussten. Jetzt habe ich da mal eine Frage an die Herren Sportjournalisten der Bild-Zeitung: Sind die Bremer, die gestern gejubelt haben, unsportlich und allesamt männliche Zicken? Oder ist es im Sport nicht das normalste der Welt, wenn man sich darüber freut, seinem Ziel, ganz vorne zu landen, einen Schritt näher gekommen zu sein? Wenn Sie letztere Frage mit „ja“ beantworten, hätte ich gerne mal gewusst, warum mein Jubel nach dem Ende des 1.500-Meter-Rennens eine Zickenattacke auf Anni Friesinger war. Anni hatte angekündigt, auf ihrer Weltrekordstrecke den Abstand auf die Konkurrenz vergrößern zu wollen. Stattdessen bin ich vor den abschließenden 5.000 Metern näher an sie herangerückt. Über solche Situation im Sport möchte ich mich auch zukünftig weiter freuen dürfen, ohne mich nachträglich ärgern zu müssen.
In diesem Sinne, herzlichst
Claudia Pechstein


+++packende WM in Hamar+++am Ende fehlte die Kraft für die letzte Runde+++

„Bin stolz darauf, die zweitbeste Allrounderin der Welt zu sein!“

Die Mehrkampf-Weltmeisterschaft in Hamar war wohl der härteste Wettkampf in der Karriere Claudia Pechsteins. „Vier Rennen in 27 Stunden auf diesem Niveau und mit diesen Zeiten habe ich noch nicht miterlebt“, resümiert die 31-jährige Berlinerin nach dem „Drama von Hamar“.
Am Ende des kräftezehrenden Mammutprogramms konnte Deutschlands erfolgreichste Winteroylmpionikin aller Zeiten über die Silbermedaille jubeln. Ihr neuntes Edelmetall in Folge bei der Allround-WM. Keine andere Athletin kann in den zurückliegenden neun Jahren eine solche Konstanz aufweisen. „Natürlich hätte ich lieber ganz oben auf dem Treppchen gestanden. Das ist doch ganz klar. Aber ich ich kann nicht verstehen, wenn es jetzt heißt, ‘Pechstein verpasst Gold’. Jeder, der mich wirklich kennt, weiß, dass ich mich über Silber von Herzen freue und stolz darauf bin, die zweitbeste Allrounderin der Welt zu sein.“ Eine Aussage, die man zu gut verstehen kann, wenn man auf die in Hamar gelaufenen Zeiten blickt: Die 39,85 Sekunden über 500 m bedeuten für Claudia Pechstein eine neue persönliche Bestmarke. Über 3.000 und 1.500 m ließ die vierfache Olympiasiegerin zwei persönliche Saisonbestleistungen folgen, ehe sie in der Schlussphase des abschließenden, höllisch schnellen 5.000-m-Rennens die Kräfte verließen. „Ich konnte mich einfach nicht mehr in der eisschnelllauf-typischen Position halten. Zu groß waren die Schmerzen in meinen Beinen und im Hintern“, beschreibt Claudia die Szene, als sie rund 500 Meter vor dem Ziel aus dem Gleichgewicht kam, sich aufrichten musste, und fast gestürzt wäre. Bereits vor den 5.000 Metern hatte die Titelfavoritin Anni Friesinger, geschwächt von einem Virus, entkräftet ihren Rückzug erklärt. Gold gewann die Niederländerin Renate Groenevold. Herzlichen Glückwunsch!


Neue Bestmarke bei den TV-Quoten
Mehr als fünf Millionen TV-Zuschauer in Deutschland haben bei den Allround-Weltmeisterschaften in Hamar im abschließenden 5.000-Meter-Rennen mit Claudia Pechstein gelitten und gejubelt. Die 5,25 Mio. Sportfreunde bedeuten nicht nur neue Bestmarke für die Kufenflitzer im Jahr 2004, sondern sind auch gleichbedeutend mit der höchsten Einschaltquote seit den 5.000 Metern bei den olympischen Spielen von Salt Lake City. Damals stand noch das „Finale“ des sogenannten Zickenkriegs im Mittelpunkt des Interesses. Mittlerweile reicht es beim Eisschnelllaufen aber auch ohne das Duell Friesinger/Pechstein zu Spitzenwerten. Denn zu den 5.000 Metern in Hamar war Anni Friesinger aus gesundheitlichen Gründen gar nicht erst angetreten.



Sex and the City mit Claudia Pechstein
Nein, keine Sorge, Claudia wechselt nicht das Metier. Sie hat auch keine Gastrolle in der US-Erfolgsserie angeboten bekommen. Und dennoch ist sie mittendrin, wenn kommende Woche Dienstag (20.15 Uhr) die Ausstrahlung der letzten Staffel von „Sex and the City“ beginnt. Denn Pro7 blickt vor dem Serienstart noch einmal auf die Highlights der bisherigen Staffeln zurück. Ähnlich wie in den bekannten Shows der 80er oder 90er Jahre (RTL) wurde hierzu Prominenz aus der Show- und Musikbranche bzw. aus der Sportszene befragt. Um auch Claudia mit von der Partie zu haben, reiste das Pro7-Team ins Pechstein-Trainingslager nach Erfurt. Mehr als drei Stunden lang schaute sich die Berlinerin Szenen aus den bereits gelaufenen Folgen an, um sie dann entsprechend zu kommentieren. „Hätte nicht gedacht, dass das Ganze so anstrengend wird. Aber es hat auch eine Menge Spaß gemacht“,
urteilte Claudia nach dem Dreh. „Jetzt bin ich mal gespannt, welche Ausschnitte von mir tatsächlich dabei sind.“



Als Champion des Jahres hat man gut lachen.
Claudia Pechstein ist zur Berliner Sportlerin des Jahres 2003
gewählt worden. Bei der Publikumsentscheidung, die jährlich unter Mitwirkung der Hauptstadtmedien, veranstaltet wird, verwies sie Fußball-Welmeisterin Ariane Hingst und Franziska van Almsick auf die Plätze zwei und drei. „Mit Gold und Silber bei der Einzelstrecken-WM, Silber bei der Allround-WM und -EM sowie dem Triumph im Gesamtweltcup war 2003 ein super-erfolgreiches Jahr für mich. Toll, dass die Berliner(innen) das honoriert haben. Herzlichen Dank!“


Wer möchte mit Claudia & Light Live ins ICEHOTEL?
Jetzt geht es langsam in die heiße bzw. eiskalte Phase. Am 18. März 2004 macht sich Claudia Pechstein auf den Weg ins berühmte ICEHOTEL in Jukkasjärvi. Direkt nach der Einzelstrecken-Weltmeisterschaft in Seoul (12. bis 14. März) reist Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin aller Zeiten nach Schweden.
Und mit etwas Glück können Sie dabei sein. Denn die 31-Jährige nimmt nicht nur ihren Mann Markus, sondern auch noch zwei Gewinnspielsieger mit nach Jukkasjärvi. Achten Sie im Februar auf die Flaschenhalsanhänger von Light Live in den Regalen Ihres Supermarktes. Dort finden Sie alle weiteren Infos. »Normalerweise möchte ich nach dem Saisonende stets ab ins Warme. Aber in diesem Fall mache ich natürlich gerne eine Ausnahme«, freut sich Claudia Pechstein auf ihren Trip nach Schweden.


„Marktingpreis des Sports“ erstmals verliehen:
Claudia Pechstein ist die Nr. 1 unter Deutschlands Sportlerinnen
Große Ehre für Claudia Pechstein. Die vierfache Olympiasiegerin wurde für den erstmals vergebenen Marketingpreis des Sports nominiert. Gemeinsam mit Michael Schumacher und den boxenden Klitschko-Brüdern stand sie am 2. Februar im Rahmen des 8. ISPO Sportsonsoring-Kongresses einer elfköpfigen Jury aus Journalisten und Marketingexperten zur Wahl. Bei der vorangegangenen Nominierungsbewertung durch die Fachzeitschriften „w&v werben & verkaufen“ und „SPONSORs“ sowie die „ESB Europäische Sponsoringbörse“ war es Pechstein als einziger Frau gelungen, in die Phalanx der männlichen Topstars einzudringen. So mussten unter anderem Ralf Schumacher und Michael Ballack auf den Rängen vier und fünf der „Marketingtabelle“ der 31-jährigen Berlinerin den Vortritt lassen. „Mit zahlreichen image- und bekanntheitsfördernden Maßnahmen (man denke nur an ihr legendäres Rennen gegen Stefan Raab) ist sie zu Deutschlands bekanntester Wintersportlerin avanciert. Zudem ist es ihr gelungen, dank Sponsoren wie Wella und Esprit, die sich exklusiv bei ihr engagieren, eine Alleinstellung zu erzielen“, lautete die Nominierungsbegründung. Bei der Vergabe des Preises konnte Claudia dann auch noch Michael Schumacher abhängen und Rang zwei hinter den Klitschkos verbuchen. „Ein tolles Ergebnis für mich und mein powerplay-management“, freute sie sich über die Top-Platzierung und fügte augenzwinkernd hinzu: Die Klitschkos sind halt auch nicht meine Gewichtsklasse!“



Feuer frei lautete am 22. Januar das Motto für Jeanette Biedermann und Claudia Pechstein. Das Duo aus Showbizz und Spitzensport eröffnete Punkt 20.00 Uhr die 93. Auflage der Berliner Sixdays. Das Radspektakel im Berliner Velodrom zählt zu den absoluten Highlights des Hauptstadt-Sportkalenders. „Als Glücksbringer waren Jeanette und ich doch gar nicht so schlecht“, freute sich Claudia Pechstein am Ende der Sixdays darüber, dass die Lokalmatadoren Guido Fulst und Robert Bartko die Nase vorn hatten.

Letzte Aktualisierung:
25.11.2009

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