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@ TELEGRAMM Nr. 7 / 23. 12. 2003

Liebe User, liebe Leser!

ein interessantes, aufregendes und spannendes (Sport-) Jahr geht langsam aber sicher zu Ende. Für mich persönlich war 2003 eines der erfolgreichsten (nichtolympischen) Jahre meiner Karriere. Zum ersten Mal überhaupt konnte ich den Gesamtweltcup (3000/5000 Meter) gewinnen. Zudem durfte ich bei der Einzelstrecken-WM in Berlin über Gold (5.000 Meter) und Silber (3.000 Meter) jubeln. Auch bei den Mehrkampf-Welt- und Europameisterschaften stand ich zweimal auf dem Siegertreppchen – jeweils mit der Silbermedaille um den Hals. Ein tolles Gefühl.

Gerade nach meinem Olympiatriumph von Salt Lake City 2002 waren die Erwartungshaltung und der Erfolgsdruck natürlich enorm. Von daher war ich ganz schön stolz, diesem Druck standhalten und meine Medaillensammlung vergrößern zu können. Jetzt hoffe ich, dass mir im kommenden Jahr ähnliches gelingen kann. Doch die Konkurrenz ist nicht gerade kleiner geworden. Nicht nur in Deutschland, auch international sind die Spitzenleistungen noch enger zusammengerückt. Doch darüber kann ich auch Anfang des neuen Jahres noch ein wenig weiter »philospohieren«. Jetzt wünsche ich erst einmal ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch in ein schönes und erfolgreiches Jahr 2004. Vor allem eines, möchte ich nicht vergessen: Bleiben Sie gesund!


+++Wünsche ein Frohes Fest+++Aber für mich bleibt keine Zeit zu feiern+++

Deutsche Meisterschaft als Formtest für die EM in Holland

Für Claudia Pechstein gibt’s über die Festtage keine Zeit zum Verschnaufen. Selbst am Heiligen Abend steht Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin aller Zeit auf dem Eis und dreht ihre Trainingsrunden. Doch für die sympathische Kufenflitzerin ist das nichts Neues: »Wir haben schon seit Jahren das Glück, dass die deutschen Mehrkampfmeisterschaften zwischen den Feiertagen stattfinden. Und bei einer DM kann man es sich nicht leisten, einfach nur ruhig seine Bahnen zu drehen«, erklärt Gold-Claudia ihre akribische Trainingsarbeit im Vorfeld.
Darüber hinaus dienen die nationalen Titelkämpfe auch als wichtige Durchgangsstation zu den noch anstehenden Saisonhöhepunkten. Denn nur elf Tage später beginnen im Mekka des Eischnelllaufens, im holländischen Heerenveen, die Europameisterschaften der Mehrkämpfer. Hier schaffte Claudia Pechstein im Vorjahr Platz zwei. »Auch in diesem Jahr möchte ich gerne wieder aufs Treppchen«, umreißt die 31-Jährige ihre EM-Ziele. Als große Favoritin gilt Titelverteidigerin Anni Friesinger, der häufig durch ihre herausragenden Sprintqualitäten bereits über die 500-Meter-Distanz zum Auftakt eine Vorentscheidung gelingt. »Ich habe zwar in den vergangenen Wochen versucht, meine Unterdistanzleistungen zu verbessern, aber aus mir wird mit Sicherheit keine Sprinterin mehr«, bringt es Langstreckenkönigin Pechstein auf den Punkt. »Dennoch werde ich natürlich versuchen ein gewichtiges Wörtchen mitzureden«, legt Claudia allerdings auch den Kampfgeist an den Tag, den ihre Anhänger von ihr erwarten und gewohnt sind.


Mit »Light Live« ins neue Jahr!
»Wie feiern Sie Weihnachten und Silvester?« Das war in den vergangenen Tagen und Wochen sicherlich die Frage, die Claudia Pechstein mit Abstand am häufigsten gestellt wurde. Doch mit feiern hat Deutschlands populärste Wintersportlerin über die »Feiertage« nicht wirklich viel im Sinn. Denn zwischen Weihnachten und Neujahr muss die Berlinerin in ihrer Heimatstadt aufs Eis. Bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften stehen am 29. und 30. Dezember die Distanzen 500, 1.500, 3.000 und 5.000 Meter auf dem Terminplan. »Da bleibt weder Zeit noch Muße sich den Bauch voll zu schlagen und gemütlich die Beine hochzulegen.« Und am zweiten Januarwochenende folgt gleich die EM über die selben Strecken. Da heißt es einen klaren Kopf zu bewahren: »Zum Glück steht bei mir immer ein Fläschchen »Light Live« kalt. So kann ich beim Anstoßen auch ohne Alkohol ein echtes Sektprickeln genießen.«


Medieninteresse weiter ungebrochen
Sämtliche Saisonhöhepunkte stehen zwar erst noch bevor, dennoch kann sich Claudia Pechstein bereits über mehr als 60 Millionen TV-Zuschauer freuen, die ihre Auftritte auf dem Eis bislang verfolgt haben. Auch die Zeitungen stehen nicht nach: 207 Artikel mit rund 33 Millionen Gesamtauflage!

Claudia moderiert n-tv-Reisesendung
Nach der WM 2004 geht’s auf große Entdeckungsreise nach Australien. Claudia Pechsteins erster Trip nach »Down Under« ist allerdings kein reines Erholungsvergnügen. Denn ein Kamerateam von n-tv wird die Berliner begleiten – für die Reisesendung »My Australia. Moderation: Claudia Pechstein.

Claudia zu Gast im Aktuellen Sportstudio
Das neue Jahr beginnt gleich mit einem TV-Auftritt. Am Samstag, 3. Januar 2004 ist Claudia Pechstein zu Gast im Aktuellen Sportstudio (23 Uhr). Gemeinsam mit Anni Friesinger und Gunda Niemann-Stirnemann wird sie ZDF-Moderator Wolf-Dieter Poschmann Rede und Antwort stehen.


Auch im Rückwärtslaufen macht Claudia eine gute Figur:

Sieg gegen den Weltrekordler!

Tolle Idee von den Machern von »Fit for Fun«. Die TV-Sendung der Zeitschrift gab seinen Zuschauern die Möglichkeit, sich auf ungewöhnliche Art und Weise mit Spitzensportlern zu messen. »Champions Challenge – Fordere deinen Lieblingssportler nach deinen Regeln heraus«, lautete das Motto der Aktion. Der Anklang war natürlich riesengroß. Unter den Kandidaten: Rafael Mittenwald. Der »Profi-Inliner« forderte seine Lieblingssportlerin im Rückwärtslaufen heraus. Rafael, der den Rückwärtslauf-Weltrekord über die Marathon-Distanz hält (42,195 Km) ging mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein an den Start, musste sich im Berliner Wellblechpalast aber knapp der exzellenten Kurventechnik von Claudia beugen. Am Ende hatte er auf der 555-Meter-Strecke (5 x 111) zwei Sekunden Rückstand.


Zur DM wieder mit Esprit-Rennanzug am Start!
Bereits zur deutschen Einzelstreckenmeisterschaft war er ein absoluter Hingucker. Jetzt freuen sich die Anhänger von Claudia Pechstein auf die deutschen Titelkämpfe im Mehrkampf. Dann wird Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin aller Zeiten wieder mit ihrem eigens von Esprit kreierten Rennanzug an den Start gehen. Denn im Gegensatz zu den internationalen Wettkämpfen, bei denen der »Deutschland-Look« Pflicht ist, wird die »Kleiderordnung« bei den nationalen Rennen aufgehoben.
»Für mich ist es eine tolle Abwechslung in einem individuellen Outfit an den Start zu gehen. Nichts gegen die Anzüge der deutschen Nationalmannschaft, aber es macht sich eben doch positiv bemerkbar, wenn sich ein Modedesigner mit der Sache beschäftigt«, freut sich Claudia darauf, am 29. und 30. Dezember in ihrer Heimatstadt Berlin im Esprit-Design an den Start zu gehen.

Letzte Aktualisierung:
25.11.2009

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