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@ TELEGRAMM Nr. 11 / 25. März 2004
Liebe User, liebe Leser!
Heute erleben Sie eine kleine Premiere. Erstmals umfasst mein Newsletter nicht zwei,
sondern drei Seiten. Im Rahmen meines Tripps ins ICEHOTEL nach Jukkasjärvi sind so viele Fotos entstanden, dass einfach mehr Platz benötigt wird. Zumal es ja auch noch zur Einzelstrecken- Weltmeisterschaft in Seoul einiges zu sagen gibt.
Es war einfach ein wunderbares Gefühl am Ende einer so langen Saison das selbstgesteckte Ziel erreichen zu können. Und von der Dramaturgie her, hätte es packender nicht sein können. Die letzte Runde, ja die letzte Kurve des 3.000-Meter-Rennens gegen Anni Friesinger hat die Entscheidung gebracht und mir die Goldmedaille beschert. Ein Wahnsinnsgefühl.
Und auch über meine zweite Medaille, einen Tag später über 5.000 Meter, habe ich mich von Herzen freuen können. Die anderen Mädels, die am Start stehen, haben auch Schlittschuhe drunter und wissen wie man damit umgehen muss. Von daher hat Anni Friesingers Ausspruch, die Bronzemedaille sei eine Schlappe für mich, bei mir große Verwunderung ausgelöst. Gleiches gilt für die Aussage, sie habe das Eisschnelllaufen in Deutschland salonfähig gemacht. Ich frage mich: Warum solche Spitzen, wenn sie den Zickenkrieg doch für beendet erklärt hat?
Es bleibt wohl dabei: Anni sagt ab und an Sachen, die sie nicht so gemeint haben kann. In diesem Sinne,
herzlichst, Ihre Claudia Pechstein
+++erfolgreiches Saisonfinale+++Gold und Bronze bei der WM in Seoul+++
Weltmeistertitel als Belohnungfür ein Jahr lang harte Arbeit!
Claudia Pechstein bleibt die Beständigkeit in Person. Seit zwölf Jahren gehört die 32-jährige Berlinerin mittlerweile zur Weltspitze des Eisschnelllaufens. 1992 gewann sie als 20-Jährige in Albertville über 3.000 Meter ihre erste olympische Medaille (Bronze). 
In der nun abgelaufenen Saison kamen neben dem Gold über 3.000 Meter bei der Einzelstrecken-WM (Foto) vor Anni Friesinger noch zwei weitere WM-Silber-, eine WM-Bronze- und eine EM-Silbermedaille sowie der Gewinn des Gesamtweltcups über die 3000/5000 m hinzu.
Für mich war die zurückliegende Saison einmal mehr ein großartiges Jahr. Wer über seine Spezialstrecken in den Einzelentscheidungen des Weltcups bzw. bei den Weltmeisterschaften stets den Sprung aufs Siegertreppchen schafft, kann sicherlich rundum zufrieden sein, bilanziert Claudia Pechstein nach dem letzten Rennen der Saison, das ihr die WM-Bronzemedaille über 5.000 Meter beschert hatte.
Auf dem schweren und sehr unsauberen Eis, das gute Gleiter und Techniker wie Claudia Pechstein nicht unbedingt bevorteilt, hatte die Berlinerin vor allem nach ihrem Sieg über 3.000 Meter gut lachen .
Jetzt wird die Freizeit genossen:
Erst im Schnee, dann in der Sonne!
Zeit die Füße hoch zu legen, hatte Claudia Pechstein nach der Rückkehr aus Seoul so gut wie keine. Vergangene Woche in Frankfurt gelandet, wurde sie sofort nach München weitergeleitet. Dort drehte sie einen Tag später einen Kino-Spot zum Thema EU-Osterweitung. Regie: Sönke Wortmann.
Zurückgekehrt in heimatliche Gefilde, blieb gerade mal die Zeit, einmal durchzuschnaufen und die Koffer mit frischen, winterfesten Esprit-Sachen zu packen. Denn am vergangenen Donnerstag stand eine Reise ins Lappland auf dem Programm. Eingeladen von ihren Sponsoren (Audi, Esprit, Light Live und Wella) machte sich Claudia auf den Weg ins schwedische ICEHOTEL nach Jukkasjärvi. Nach einer ersten kleinen Stippvisite stand aber erst einmal ein Tripp ins finnische Mounio zur Audi Driving Experience auf dem Programm. Und obwohl Claudia auch in den eisigen Kurven der Audi-Strecke im A4 quattro 3.0 eine gute Figur machte, blieb ihr ein Ausrutscher in den Tiefschnee nicht erspart...
... zurückgekehrt ins schwedische Jukkasjärvi, versuchte sich die abenteuerlustige Berlinerin im Schlittenhunderennen gegen die einheimischen Experten. Und welch Wunder: Am Ende hatte Claudia im erstmals ausgetragenen Light Live Cup die Nase vorn. Getreu dem Motto: Nicht ohne, aber ohne Alkohol ließen sich die unterlegenen Herren der Schöpfung nach dem Rennen ein gemeinsames Gläschen mit der vierfachen Olympiasiegerin schmecken. Prost!
Bereits am Vormittag hatte Claudia den Tag im ICEHOTEL genossen. Nach dem Aufwachen im kuscheligen Schlafsack, gabs erst einmal ein prickelndes Sektfrühstück. Im Anschluss stand eine ausführliche Besichtigung des eisigen Palastes inkl. Fotoshooting und TV-Dreh auf dem Programm. Wella-Mitarbeiterin Tünde Albert sorgte stets für das perfekte Styling. Auch als der Tag im Hot Bath Tube seinen gemütlichen Ausklang fand, lagen die Haare immer noch perfekt. Als alles im Kasten war, konnte dann auch wieder der sommerliche Look von Esprit aus dem Koffer geholt werden. Denn Claudias nächste Station heißt Australien. Darüber berichten wir beim nächsten Mal...
Neueste Umfrage:
Claudia mit 93 % Deutschlands Nr.1
Alljährlich wartet die Branche ganz gespannt auf die aktuellen Daten der Wintersport-analyse der Sport + Markt AG.
Das Kölner Marktforschungsinstitut hat diesmal am 15. und 16. März 2004 mehr als 500 Deutsche nach ihren Wintersportvorlieben und -lieblingen befragt.
Dabei hat sich einmal mehr der Stellenwert von Deutschlands Eisschnellläuferin unter Beweis gestellt. Die Liste der Bekanntesten deutschen Wintersportlerinnen wird von Claudia Pechstein angeführt (93%).
Knapp dahinter rangiert ihre Dauerrivalin Anni Friesinger (92%). Gunda Niemann-Stirnemann verpasst zwar den Sprung aufs Treppchen, erreicht mit 81% aber immerhin Rang vier.
Vor ihr auf Rang drei konnte sich mit 90% Martina Ertl (Ski alpin) platzieren. Deren Teamkollegin Hilde Gerg (80%) landete auf Rang fünf. Knapp dahinter konnte sich Uschi Disl mit 78%) als bekannteste Deutsche Biathletin behaupten.
Claudia Pechstein erneut beliebteste Eisschnellläuferin
Das Kölner Marktforschungsinstitut Sport + Markt AG fragt in seiner jährlichen Wintersportanalyse neben der Bekanntheit von Deutschlands Wintersportlern auch deren Sympathiewerte ab. Dabei hat es in der Rangliste der deutschen Eisschnellläuferinnen im Vergleich zum Vorjahr eine Verschiebung gegeben. Zwar nicht was den Spitzenplatz anbetrifft (den konnte Claudia Pechstein erfolgreich verteidigen), aber auf den Rängen zwei und drei. In einer Bewertungsskala von eins (überhaupt nicht sympathisch) bis sechs (sehr sympathisch) erhielt Claudia Pechstein einen Mittelwert von 4,63 und behauptete sich vor Gunda-Niemann Stirnemann. Die Erfurterin konnte sich am Ende ihrer Comeback-Saison über einen Wert von 4,55 freuen und verdrängte damit Anni Friesinger (4,52) auf den dritten Rang. Gleiches Bild bei den Eisschnelllauf-Interessierten unter den Befragten. Hier erhält Claudia einen Wert von 5,41, während Niemann-Stirnemann mit 5,23 und Friesinger mit 5,12 bewertet werden.
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