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@ TELEGRAMM Nr. 10 / 2. März 2004
Liebe User, liebe Leser!
Es ist einfach ein geiles Gefühl, sprudelte es am vergangenen Sonntag vor laufenden ZDF-Kameras aus mir heraus, als feststand, dass ich meinen Gesamt-Weltcup-Titel aus dem Vorjahr verteidigt hatte. Und an diesem Gefühl hat sich auch zwei Tage danach noch nichts geändert. Das finale Weltcup-Wochenende in Heerenveen war einfach traumhaft. Die Thialf-Arena gilt nicht von ungefähr als das Mekka des Eisschnelllaufens. Die Atmosphäre ist weltweit einzigartig. Und wenn man vor solch einer Kulisse dann gleich dreimal ganz oben auf dem Treppchen stehen darf, ist das natürlich eine Riesensache. Zumal nicht nur meine Platzierungen, sondern auch die Rennverläufe zu meiner Hochstimmung beigetragen haben. Mein Lauf über die 3.000 Meter am Freitag war in Punkto Gleichmaß sicherlich nahe an der Perfektion. Ganze zwei Zehntel Sekunden trennten die langsamste von meiner schnellsten Runde. Anschließend wurde ich ein ums andere mal gefragt: Wie machen Sie das bloß, Frau Pechstein? Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht wirklich nicht! Es ist halt wichtig, am Anfang schnell den Rhythmus zu finden, dann gehts automatisch und ich könnte sogar noch ein paar Runden dranhängen. So ein geiles Gefühl ist das.
Hoffentlich auch nächste Woche bei der WM in Seoul. Drücken Sie mir die Daumen.
+++Titelverteidigung gelungen+++jetzt volle Konzentration auf die WM+++
Erfolgsformel für den Weltcupsieg:
Platz eins+Platz eins=Platz eins!
Das war ein Wochenende so richtig nach dem Geschmack von Claudia Pechstein. Mit 310 Zählern auf dem Konto des Langstrecken-Weltcups war die 31-jährige Berlinerin nach Holland zum Showdown mit den punktgleichen Konkurrentinnen Renate Groenewold und Anni Friesinger gereist. Am Ende des Spektakels vor insgesamt knapp 40.000 Fans in Heerenveen hatte Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin gleich dreimal Grund zur Freude. Die Siege über 3.000 und 5.000 Meter waren gleichbedeutend mit der erfolgreichen Titelverteidigung des Gesamtweltcups über die langen Kanten.
Diesen Erfolg widme ich in aller erster Linie meinem Trainer Joachim Franke, der trotz großer Schmerzen so lange auf die Zähne gebissen hat, bis im Training alles notwendige getan war, bedankte sich Pechstein bei Ihrem Erfolgscoach. Joachim Franke hatte Claudias Training zuletzt nur noch mit schmerzlindernden Spritzen leiten können. Die Reise nach Heerenveen trat der 63-Jährige bereits nicht mehr mit an, da er am Montag nach dem Weltcup-Triumph in der DRK-Klinik Köpenick an der linken Hüfte operiert wurde. Jetzt wünsche ich ihm natürlich für den Heilungsprozess alles Gute. Ich würde mich freuen, wenn wir in der kommenden Saison unsere sportlichen Ziele wieder gemeinsam anvisieren können.
Nun hofft Claudia aber erst einmal darauf, den Heilungsprozess ihres Trainers durch gute Leistungen bei der Einzelstrecken-WM in Seoul (12. bis 14. März) beschleunigen zu können. In Südkorea möchte ich gerne meinen Titel über 5.000 Meter verteidigen. Und auch über 3.000 Meter ist einiges möglich. Aber ich
werde mich nicht unter Druck setzen. Wenns gelingt wäre es toll, wenn nicht, gibt es trotzdem ein morgen!
3.000 m / Heerenveen: Top 5
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| Platz |
Name |
Zeit |
| 1 |
Claudia Pechstein (D) |
4:03,46
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| 2 |
Anni Friesinger (D) |
4:07,04 |
| 3 |
Gretha Smit (NL) |
4:07,70 |
| 4 |
Renate Groenewold (NL) |
4:08.29 |
| 5 |
Catherine Raney (USA) |
4:08,67 |
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| 5.000 m / Heerenveen: Top 5 |
| Platz |
Name |
Zeit |
| 1 |
Claudia Pechstein (D) |
7:01,66 |
| 2 |
Gunda Niemann-Stirnemann (D) |
7:04,73 |
| 3 |
Gretha Smit (NL) |
7:05,70 |
| 4 |
Renate Groenewold (NL) |
7:08.07 |
| 5 |
Christina Groves (CAN) |
7:09,11 |
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Weltcup-Endstand: Top 5
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| Platz |
Name |
Punkte |
| 1 |
Claudia Pechstein (D) |
460 |
| 2 |
Renate Groenewold (NL) |
400 |
| 3 |
Anni Friesinger (D) |
390 |
| 4 |
Gretha Smit (NL) |
320 |
| 5 |
Gunda Niemann-Stirnemann (D) |
302 |
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Mit dem neuen A6 im Rampenlicht
Großer Auftrieb bei der Welt-Premiere des neuen A6 in Berlin: Gemeinsam mit den zugeschalteten europäischen Metropolen Stockholm, Paris, London, Madrid und Mailand durften die Audi-Gäste in der deutschen Hauptstadt am 16. Februar als erste einen ausführlichen Blick auf den neuen A6 werfen. Unser Anspruch war es, den A6 vor allem bei der Dynamik zu verbessern. Und da ist uns ein Quantensprung gelungen, erklärte Chef-Entwickler Michael Dick. Davon konnte sich neben Gästen wie Wirtschaftsminister Wolfgang Clement und Franz Beckenbauer auch Claudia Pechstein überzeugen. Die 32-jährige Berlinerin war nicht nur vom neuen Ringträger, sondern auch vom Medienrummel beeindruckt. Ich freue mich schon darauf, den A6 demnächst ganz in Ruhe unter die Lupe nehmen zu können. Der Anblick macht Appetit auf mehr.
Lets talk about Sex and the City...
...war für Claudia Pechstein mal wieder eine ganz neue Erfahrung. Pikante TV-Szenen anzuschauen und anschließend zu kommentieren, während fünf Leute um einen herumstehen und auf deine Reaktion warten, das kannte ich bislang noch nicht, beschreibt die Berlinerin ihren Ausflug auf ungewohntes Terrain. Eine Menge Spaß hat der Dreh im Erfurter Trainingslager trotzdem bereitet. Zumal man noch einmal die besten Szenen der bislang gezeigten Staffeln und Highlights der neuen Folgen genießen konnte. Und dass diese Trainingsabwechslung eine willkommene war, ist auf dem Foto rechts unschwer zu erkennen.
Erst kalt dann heiß: Volles Programm auch nach der WM!
Im Moment gilt die komplette Konzentration Claudia Pechsteins der Einzelstrecken-WM in der kommenden Woche in Seoul. Erst auf dem Rückflug aus der südkoreanischen Landeshauptstadt wird der sportliche Stress einer langen Saison abfallen und sich langsam die Vorfreude auf kommende Aufgaben einstellen. Denn auch die haben es in sich wenn auch auf ganz andere Art und Weise. Zunächst bleibt Claudia ganz in ihrem (eiskalten) Element. Am 18. März 2004 macht sie sich auf den Weg ins berühmte ICEHOTEL in Jukkasjärvi.
Und mit etwas Glück können Sie Claudia und ihren Mann Markus nach Schweden begleiten. Denn die beiden nehmen auch noch zwei Gewinnspielsieger mit nach Jukkasjärvi. Achten Sie auf die Flaschenhalshänger von Light Live in den Regalen Ihres Supermarktes. Dort finden Sie alle weiteren Infos. Normalerweise möchte ich nach dem Saisonende stets ab ins Warme. Aber in diesem Fall mache ich natürlich gerne eine Ausnahme, freut sich Claudia auf ihren Schweden-Trip.
Wohlwissend, dass sie anschließend nicht lange warten muss, bis sich ihr Wunsch nach wärmeren Gefilden erfüllt. Und das nicht zu knapp. Denn bereits am 23. März sitzen sie und ihr Mann dann im Flieger nach Australien.
In Down under steht ein heißer Arbeitsurlaub auf dem Programm. Für den Nachrichtensender n-tv wird sich Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin als Moderatorin versuchen.
My Australia lautet der Titel einer fünfteiligen Sendung, von der sie eine Staffel moderieren wird: Ich bin schon sehr gespannt, ob mein Talent vor der Kamera dafür ausreicht! |