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9. Februar 2004

+++packende WM in Hamar+++am Ende fehlte die Kraft für die letzte Runde+++

„Bin stolz darauf, die zweitbeste Allrounderin der Welt zu sein!“

Die Mehrkampf-Weltmeisterschaft in Hamar war wohl der härteste Wettkampf in der Karriere Claudia Pechsteins. „Vier Rennen in 27 Stunden auf diesem Niveau und mit diesen Zeiten habe ich noch nicht miterlebt“, resümiert die 31-jährige Berlinerin nach dem „Drama von Hamar“.
Am Ende des kräftezehrenden Mammutprogramms konnte Deutschlands erfolgreichste Winteroylmpionikin aller Zeiten über die Silbermedaille jubeln. Ihr neuntes Edelmetall in Folge bei der Allround-WM. Keine andere Athletin kann in den zurückliegenden neun Jahren eine solche Konstanz aufweisen. „Natürlich hätte ich lieber ganz oben auf dem Treppchen gestanden. Das ist doch ganz klar. Aber ich ich kann nicht verstehen, wenn es jetzt heißt, ‘Pechstein verpasst Gold’. Jeder, der mich wirklich kennt, weiß, dass ich mich über Silber von Herzen freue und stolz darauf bin, die zweitbeste Allrounderin der Welt zu sein.“ Eine Aussage, die man zu gut verstehen kann, wenn man auf die in Hamar gelaufenen Zeiten blickt: Die 39,85 Sekunden über 500 m bedeuten für Claudia Pechstein eine neue persönliche Bestmarke. Über 3.000 und 1.500 m ließ die vierfache Olympiasiegerin zwei persönliche Saisonbestleistungen folgen, ehe sie in der Schlussphase des abschließenden, höllisch schnellen 5.000-m-Rennens die Kräfte verließen. „Ich konnte mich einfach nicht mehr in der eisschnelllauf-typischen Position halten. Zu groß waren die Schmerzen in meinen Beinen und im Hintern“, beschreibt Claudia die Szene, als sie rund 500 Meter vor dem Ziel aus dem Gleichgewicht kam, sich aufrichten musste, und fast gestürzt wäre. Bereits vor den 5.000 Metern hatte die Titelfavoritin Anni Friesinger, geschwächt von einem Virus, entkräftet ihren Rückzug erklärt. Gold gewann die Niederländerin Renate Groenevold.
Herzlichen Glückwunsch!


12. Januar 2004

+++gelungener DM-Abschluss 2003+++sehr schöner EM-Auftakt 2004+++

Tränen des Glücks nach dem silbernen Happy End bei der EM

Gelungener hätte der Abschluss des alten Jahres und der Auftakt ins neue Jahr kaum verlaufen können. Am 29./30. Dezember 2003 gewann Claudia Pechstein mit vier Siegen auf vier Strecken souverän den deutschen Mehrkampftitel. Vom 9. bis 11. Januar 2004 erkämpfte sich Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin aller Zeiten im holländischen Heerenveen die Silbermedaille bei den Europameisterschaften der Allrounder. Da Anni Friesinger, die sich bei der DM den Titel im Sprint-Vierkampf gesichert hatte, ihrer Favoritenstellung gerecht wurde und sich zum dritten Mal in Folge den EM-Titel sicherte, machte Claudia mit ihrem zweiten Rang den fünften deutschen Doppelsieg perfekt.
Den Grundstein für den Silberrang, den zahlreiche Experten eher der Niederländerin Renate Groenevold zugetraut hatten, konnte die 31-Jährige auf den von ihr nicht so geliebten kürzeren Distanzen legen. Im Sprint (500 Meter) lief sie nach zuvor eher mäßigen Zeiten ein für sie nahezu ideales Rennen und in 40,08 Sekunden bis auf zwei Zehntel an ihre persönliche Bestmarke heran. Über 1.500 Meter drückte sie in einem packenden direkten Duell mit Groenevold ihre persönliche Saisonbestzeit um rund zwei Sekunden und knackte in 1:58,37 in dieser Saison erstmals die 2-Minuten-Marke.
»Diese beiden Läufe waren echt ein Traum«, freute sich Claudia Pechstein über ihre Top-Zeiten. Doch die 1.500 m hatten ihren Preis. Nicht einmal drei Stunden später musste sie dem kräftezehrenden Rennen Tribut zollen und mit einem vierten Rang über 3.000 Meter ihrer holländischen Rivalin vorübergehend den Silberrang in der Gesamtwertung überlassen. Als dieser nach einem dramatischen Kampf über die abschließenden 5.000 Meter am Sonntag wieder zurück an die Berlinerin wanderte, flossen Tränen des Glücks: »Ich habe bei dieser EM mehr erreicht, als ich erwarten konnte.«



23. Dezember 2003

+++Wünsche ein Frohes Fest+++Aber für mich bleibt keine Zeit zu feiern+++

Deutsche Meisterschaft als Formtest für die EM in Holland

Für Claudia Pechstein gibt’s über die Festtage keine Zeit zum Verschnaufen. Selbst am Heiligen Abend steht Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin aller Zeit auf dem Eis und dreht ihre Trainingsrunden. Doch für die sympathische Kufenflitzerin ist das nichts Neues: »Wir haben schon seit Jahren das Glück, dass die deutschen Mehrkampfmeisterschaften zwischen den Feiertagen stattfinden. Und bei einer DM kann man es sich nicht leisten, einfach nur ruhig seine Bahnen zu drehen«, erklärt Gold-Claudia ihre akribische Trainingsarbeit im Vorfeld.
Darüber hinaus dienen die nationalen Titelkämpfe auch als wichtige Durchgangsstation zu den noch anstehenden Saisonhöhepunkten. Denn nur elf Tage später beginnen im Mekka des Eischnelllaufens, im holländischen Heerenveen, die Europameisterschaften der Mehrkämpfer. Hier schaffte Claudia Pechstein im Vorjahr Platz zwei. »Auch in diesem Jahr möchte ich gerne wieder aufs Treppchen«, umreißt die 31-Jährige ihre EM-Ziele. Als große Favoritin gilt Titelverteidigerin Anni Friesinger, der häufig durch ihre herausragenden Sprintqualitäten bereits über die 500-Meter-Distanz zum Auftakt eine Vorentscheidung gelingt. »Ich habe zwar in den vergangenen Wochen versucht, meine Unterdistanzleistungen zu verbessern, aber aus mir wird mit Sicherheit keine Sprinterin mehr«, bringt es Langstreckenkönigin Pechstein auf den Punkt. »Dennoch werde ich natürlich versuchen ein gewichtiges Wörtchen mitzureden«, legt Claudia allerdings auch den Kampfgeist an den Tag, den ihre Anhänger von ihr erwarten und gewohnt sind.



Pressemitteilung vom 27. Oktober 2003

Esprit neuer Partner von Claudia Pechstein

Die international renommierte Modemarke Esprit und Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin aller Zeiten, Claudia Pechstein, werden zukünftig gemeinsame Wege gehen. Die Esprit Europe GmbH verständigte sich mit der Eisschnelllauf-Weltrekordlerin über 3.000 und 5.000 Meter auf eine dreijährige Zusammenarbeit bis Ende 2006.
Pechstein wird das Esprit-Logo in der neuen Saison auf dem linken Oberschenkel ihres Rennanzuges tragen. Darüber hinaus hat sich der in Ratingen ansässige Modekonzern weitreichende Persönlichkeitsrechte der 31-jährigen Berlinerin gesichert und wird die viermalige Olympiasiegerin im PR- und Eventbereich einsetzen.
Zum Auftakt der Partnerschaft wird Claudia Pechstein am kommenden Wochenende bei den deutschen Meisterschaften in Erfurt mit einem eigens von Esprit kreierten Rennanzug an den Start gehen.
„Claudia Pechstein verkörpert perfekt den Stil von Esprit: unabhängig, individuell und erfolgreich. Zudem hat sie sich seit den Olympischen Spielen 2002 mehr und mehr zu einer eigenen starken Marke entwickelt, die bestens zu Esprit passt“, erläutert Heinz Krogner, Deputy Chairman und Group CEO Esprit, die langfristig angelegte Zusammenarbeit.
Für Pechstein selbst ist mit der neuen Vereinbarung ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung gegangen: „Da ich mich schon seit vielen Jahren am liebsten in Esprit kleide, hätte es für mich nicht besser kommen können. Mit Esprit weiß ich nun einen weiteren Premiumpartner an meiner Seite, mit dem ich mich voll und ganz identifizieren kann“, freut sich die fünffache Weltmeisterin über ihren neuen renommierten Sponsor.
Neben Esprit werden in der kommenden Saison weiterhin Wella und Audi auf dem Rennanzug der bekanntesten und beliebtesten deutschen Wintersportlerin werben.



28. Juli 2003

+++kurze Trainingspause für einen Frankreich-Ausflug+++tolles Erlebnis+++

Claudia bei der Tour de France: »Glückwunsch an Jan Ullrich«


Die Einladung kam kurzfristig, aber Claudia Pechstein ist für ihre Spontanität bekannt. »Da muss ich nicht lange überlegen, da komme ich gern.« Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin aller Zeiten freute sich mächtig, als das Team Gerolsteiner sie zum größten Radspektakel der Welt nach Frankreich einflog. »Als Spitzensportler hat man automatisch auch Interesse an den Highlights anderer Sportarten«. Zudem hat sie zum Radsport eine besondere Beziehung, sitzt sie doch selbst 3.500 Kilometer im Jahr im Sattel. »Wahnsinn, wie nahe die Begleitwagen an die Athleten heranfahren. Da kam bei mir ganz automatisch der ‘Beifahrerangstgriff’«, kommentierte sie mit einem Augenzwinkern in die Mikrophone von ZDF und Eurosport. Natürlich hat sie bis zum letzten Renntag mitgefiebert. »Glückwunsch zum tollen 2. Platz an Jan Ullrich. Super Comeback!«



2. Mai 2003

+++Am 8. Mai geht’s wieder los+++Aber vorher gab’s zweimal Urlaub+++

»Erst in Malaysia bei der Formel 1, dann auf Abenteuersuche in Kanada!

Immer mit Freude bei der Sache: Claudia Pechstein konnte ihren Urlaub in diesem Jahr ganz entspannt genießen. Denn als frischgekürte Weltmeisterin macht alles gleich doppelt so viel Spaß. Zumal in dieser Trainings- und Wettkampfpause zwei Dinge auf dem Programm standen, die genau nach Claudias Ge-schmack waren. Zuerst durfte sie beim Formel-1-Rennen in Malaysia einen Blick hinter die Kulissen und in die Boxengasse werfen, kurz darauf wurde sie beim Abenteuerurlaub in Kanda selbst gefordert. Im vergangenen Sommer hatten sie Deutschlands Spitzensportler im »Club der Besten« zum »Champion des Jahres« gekürt. Als Belohnung gab’s einen Urlaub nach Wahl vom Robinson Club. Und, wer hätte das gedacht: Als Ziel wurde nicht etwa ein sommerliches Paradies, fernab vom Eis gewählt. Nein, Claudia entschied sich für die kühle Frische eines Abenteuerurlaubes in Kanada. Und sie wurde nicht enttäuscht. Erstmals seit zehn Jahren stand sie z.B. wieder auf Skiern und war ganz überrascht, »dass ich es nicht verlernt habe und nach einer halben Stunde schon wieder richtig die Pisten heruntergeflitzt bin«. In den Pausen zwischen Snow-mobilefahren, Eishockeyspielen, Skifahren, Eisklettern oder »Ab-seilakrobatik« griffen Claudia und ihr Mann Marcus dann gerne auf ein Gläschen »Light Live« zurück. »Das frische, alkoholfreie Prickeln durfte auch in Kanada nicht fehlen«.



21. März 2003

+++Zwei Titel zum Saisonabschluss+++Anschließend ab in den Urlaub+++

Tolle Siegesparty mit Light Live, danach Formel-1-Premiere dank Wella

Puh, das war vielleicht ein Kraftakt. Im letzten Rennen der Saison hat sie noch einmal alles aus sich herausgeholt, um diese mit einem Weltmeistertitel zu krönen. »Ich weiß selber nicht, wo ich die Kraft für die letzten beiden Runden hergenommen habe«, erklärte die 31-jährige Berlinerin im Anschluss an das letzte Saisonrennen. Aber irgendwo muss sie dann doch noch eine kleine Reservekammer gefunden haben, um das Tempo in den letzten beiden Runden des 5.000-Meter-Rennens noch einmal erhöhen zu können. »Als ich dann im Ziel meine Zeit (7:04,52) und die 1 dazu habe aufleuchten sehen, hätte ich heulen können vor Glück.«
Bereits am Tag zuvor über die 3.000 Meter im Sportforum Hohenschönhausen konnte Claudia mit ihrer Leistung und der Silbermedaille hoch zufrieden sein. »Ich habe alles gegeben und muss daher auch nicht traurig sein, dass Anni Friesinger an diesem Tag noch ein bisschen besser drauf war. Herzlichen Glückwunsch.«
Jetzt hat Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin aller Zeiten erst mal genug von Schlittschuhen und Eisbahnen. Am Dienstag nach der WM ist sie mit ihrem Mann Marcus in den wohlverdienten Urlaub aufgebrochen. Erste Station war Singapur/Malaysia, wo Claudia zum ersten Mal ein Formel-1-Rennen live erleben durfte. Ihr Sponsor Wella, der pünktlich zur WM eine neue Deutschland-Perücke im pfiffigen Look gestylt hatte, engagiert sich ja bekanntlich auch in der Formel 1 und hatte der frischgekürten Weltmeisterin zwei Karten spendiert, mit denen ihr auch ein Blick hinter die Kulissen ermöglicht wurde. »Eine tolle Geste von Wella. ich habe mich sehr darüber gefreut, hautnah dabei sein zu können«, bedankte sich Claudia bei Udo Ruffing, Marketingleiter der Wella AG. Nach dem Trip an die Rennstrecke steht für Claudia und ihrem Mann ein zehntägiger Abenteuerurlaub in Kanada auf dem Programm. Den gab’s als Belohnung dafür, dass ihre Sportkollegen sie zum »Champion des Jahres 2002« gewählt hatten. Aus der winterlichen Kälte, die Claudia zu genüge kennt, geht es anschließend nach Antigua. Ruhe, Sonne, Meer und Sand pur. Anfang Mai beginnt dann wieder die Vorbereitung auf die neue Saison. Aber das ist im Moment noch ganz weit weg...



6. März 2003

"Kurz vor dem Saisonhöhepunkt" +++ Interview mit Claudia Pechstein +++

Meine Erfolge der Vergangenheit sind Motivation für die Zukunft!

Was möchten Sie bei der Einzelstrecken-WM In Berlin erreichen?
Natürlich wäre ein Weltmeistertitel in meiner Heimatstadt der krönende Abschluss einer tollen Saison. Doch die Weltspitze ist eng beieinander, da ist für Spannung gesorgt. Zumal die Vorbereitung nicht gerade optimal verlief. Erst die Schnittwunde am linken Knöchel, die genäht werden musste und dann der fiebrige, grippale Infekt, der mir eine unfreiwillige trainingsfreie Woche beschert hat. Eine optimale Vorbereitung sieht sicherlich anders aus.
Woher holen Sie sich immer wieder die Motivation für die Wettkämpfe auf dem Eis?
Da möchte ich in erster Linie meinen Erfolgstrainer Joachim Franke nennen. Mit ihm arbeite ich jetzt schon ein gutes Jahrzehnt zusammen und ihm gelingt es immer wieder, mich stets auf den Punkt topfit zu bekommen. Ich hoffe, diesmal auch wieder.
Denn wenn es im täglichen Training darum geht, den inneren Schweinehund zu überwinden, dann erinnere ich mich an die Glücksmomente meiner Karriere, an die schönsten Siege, an dieses tolle Gefühl bei der Siegerehrung ganz oben zu stehen und der deutschen Hymne zu lauschen. Dann sage ich mir, das willst du unbedingt noch einmal erleben. Bislang war das Motivation genug. Ich hoffe, das bleibt auch noch ein paar Jährchen so.

Seit Ihrem Doppelsieg von Salt Lake City sind Sie Deutschlands erfolgreichste Winterolympionikin aller Zeiten. Mittlerweile gelten Sie auch als bekannteste und beliebteste Wintersportlerin Deutschlands. Was bedeuten ihnen solche »Titel«?
Es ist eine besondere Anerkennung der Arbeit, die ich gemeinsam mit meinem Trainer und meiner Trainingsgruppe geleistet habe. Und über Anerkennung der eigenen Arbeit freut sich sicherlich jeder im Job ganz aufrichtig. Das ist bei mir nicht anders. Sportlich vorne zu sein ist das eine, von den Menschen dafür geliebt zu werden das andere. Von daher machen mich solche Umfragewerte, die ich immer kaum glauben kann, sehr stolz.

Haben sich die Olympischen Medaillen finanziell ausgezahlt?
Das ist natürlich eine sehr schöne Begleiterscheinung. Zum ersten Mal in meiner Karriere bin ich in der Situation, dass die Sponsorenflächen auf meinem Rennanzug nicht ausreichend sind. Und das obwohl sie von zwei auf drei aufgestockt wurden. Besonders stolz macht mich dabei, dass ich mit Wella und Audi zwei sehr renommierte deutsche Unternehmen als Partner gewinnen konnte. Und dann ist da natürlich noch die weltweit größte Sektkellerei, die Schloss Wachenheim AG, die mir mit ihrer alkoholfreien Marke »Light Live« ermöglicht, auch während der Trainings- und Wettkampfphasen das frische Prickeln zu genießen. Etwas für die Schönheit, eine tolles Auto und Sektvergnügen pur – so machen Sponsoren doppelt Spaß!

Falls Sie einen WM-Titel gewinnen sollten, werden Sie ihn dann wieder mit ihrer Deutschland-Perücke aus Salt Lake feiern?
Ich werde sicherlich nicht schon im Vorfeld darüber spekulieren, was wäre wenn...? Aber eines steht fest: Meine Salt-Lake-Perücke werde ich nicht tragen können, da die Haarpracht einen ganz besonderen Ehrenplatz gefunden hat. Gemeinsam mit meinem Sponsor Wella habe ich sie dem »Haus für deutsche Geschichte« übergeben. Außerdem ist der Schnitt nicht mehr ganz up to date!



7. Februar 2003

"Auf die Zähne beißen und durch" +++ Schnittwunde gut verheilt

Härtetest in Göteborg bestanden:
Claudia geht bei WM an den Start!

Heute Mittag, 11 Uhr, Eis- stadion Göteborg: Vorsichtig streift Claudia Pechstein den Schlittschuh über ihren linken Fuß. Durch die Schwellung und den Verband an der Schnittwunde wird es rund um den Knöchel mächtig eng, aber es passt. »Meine größte Befürchtung war, dass ich erst gar nicht in den Schlittschuh komme«, erklärte die 30-Jährige erleichtert.
Anschließend ging es zu einer lockeren Trainingseinheit aufs Eis. »Zunächst war ich natürlich ein wenig vorsichtig. Aber auch als ich nachher Tempo aufgenommen habe, war der Druck auf die Wunde erträglich«, beschreibt die Mehrkampfweltmeisterin von 2000 ihren heutigen Härtetest. Wenn morgen der WM-Startschuss fällt, gilt für die Berlinerin: »Auf die Zähne beißen und durch!« Pechstein hatte sich einen Tag vor der gestrigen Anreise nach Göteborg beim letzten Auftritt auf heimischem Eis eine Schnittwunde am linken Knöchel zugezogen. Die 1,5 cm lange Wunde, verursacht durch die scharfe Kufe ihres rechten Schlittschuhes, wurde sofort im benachbarten Olympiastützpunkt von Teamärztin Dr. Elke Neuendorf und Dr. Peter Lehnigk versorgt und genäht. Anschließend hatte Pechstein versucht, das Bein soweit wie möglich ruhig zu halten.

Letzte Aktualisierung:
25.11.2009

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