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Update: 15. März 2010

Es ist erschreckend, welchen Aufwand man betreiben muss,
um sich von einem Verdacht zu befreien, der nicht bewiesen ist!

Der heutige Vormittag hat mir deutlich vor Augen geführt, dass der Sport dabei ist, vor die Hunde zu gehen. Ich habe mir darüber bereits in den vergangenen Tagen sehr viele Gedanken gemacht. Die heutige Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) im Tagungsbereich der Deutschen Pressekonferenz war der beste Beweis dafür: Vier hochrangige Wissenschaftler präsentierten den Journalisten und den live zugeschalteten TV-Zuschauern meine abnormalen Blutwerte. Dazu wurden auch noch die Werte meiner Eltern gezeigt, um darzulegen, dass mein „Defekt“ im Blut als von meinem Vater vererbt gilt.

Ich möchte nicht missverstanden werden: Dies ist in keiner Weise als Kritik an den Professoren Ehninger, Gassmann u. Jelkmann oder an Dr. Weimann zu verstehen. Ganz im Gegenteil: Ich bin der Wissenschaft für ihre Initiative dankbar. Denn dieser Impuls aus der DGHO heraus war sicherlich wichtig, um auch meinen größten Kritikern deutlich zu machen, dass ich zu Unrecht beschuldigt und verurteilt wurde.

Mir geht es vielmehr um den Aufwand, den man als Sportler betreiben muss, um sich gegen einen Verdacht zu wehren, der nicht durch einen einzigen hieb- und stichfesten Beweis belegt ist. Kaum springt ein einziger Blutwert aus dem Normalbereich heraus, schon ist es möglich, ein Leben zu ruinieren. Dass es meines war, macht die Sache für mich natürlich umso schlimmer. Aber mir geht es generell darum, dass es so im Sport nicht weitergehen kann. Der indirekte Beweis mag richtig sein, um den Betrügern auf die Pelle zu rücken und um sie als solche zu enttarnen. Wenn es aber dazu führt, dass man selbst seine Familie mit dem Fall belasten muss, um sich von einem unbewiesenen Verdacht zu befreien, dann geht es eindeutig zu weit. Was ist mit den Athleten, denen die Familie nicht zur Verfügung steht? Aus welchem Grund auch immer! Aufgeschmissen und erledigt nur weil man z.B. Waise ist?

Dieser Gedanke lässt mich erschaudern und macht mich sehr nachdenklich. So kann es und darf es nicht weitergehen. Auch diese Facette meines so genannten „Falls“ wird somit in dem Buch, an dem ich zur Zeit arbeite, sicherlich ein Rolle spielen. Fast habe ich das Gefühl, jeden Tag kommt ein Kapitel dazu. Das letzte ist zwar im wahrsten Sinne des Wortes noch nicht geschrieben. Da ich aber zu meinem Buchprojekt sehr viele Nachfragen bekomme, möchte ich von heute an jedem die Möglichkeit geben, ein individuelles Exemplar zu bestellen.

Jeder, der noch vor dem Erscheinen meiner Autobiographie ein Buch bestellt, bekommt dies persönlich von mir signiert zum gleichen Preis (19,90 EUR) wie es letztlich im Handel erhältlich sein wird (plus 2,50 EUR Packung/Versand) zugeschickt.

Bitte richtet Eure persönliche Bestellung an mein Mailadresse:
claudiapechstein@powerplay.ag


Ich bedanke mich im Voraus für Euer Interesse.
In diesem Sinne,
bleibt mir gewogen

Eure Claudia



PS: Vielen Dank für die vielen Mutmachermails, die mich auch heute Abend wieder erreicht haben. Bitte habt Verständnis, dass ich auf die Schnelle nur einige davon veröffentlichen kann. Die anderen sind mir aber nicht weniger wichtig.

Letzte Aktualisierung:
25.11.2009

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