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Update: 26. Januar 2010

Nach dem Entscheid des Schweizer Bundesgerichtes:
Volle Konzentration auf das Revisionsverfahren!

Das war’s für mich in dieser Saison. Seit heute ist klar, dass ich nicht bei Olympia starten darf. Das Schweizer Bundesgericht hat entschieden, meinen Eilantrag auf Aussetzung der Sperre bis zur Entscheidung im Hauptverfahren abzulehnen.
Diese Entscheidung kommt für mich nicht wirklich überraschend, mein Anwalt Simon Bergmann hatte mich bereits im Vorfeld darauf vorbereitet. Heute hat er auch gegenüber der Presse erläutert, wo das Problem liegt: „Es zeigt sich gerade an diesem Fall, dass die Sportgerichtsbarkeit reformiert werden muss. Es kann nicht sein, dass die beiden einzigen Tatsacheninstanzen vor von Interessen geleiteten Schiedsgerichten (er meint ISU und CAS – Anmerkung von mir) stattfinden und die erste neutrale Instanz (Schweizer Bundesgericht) die Urteile nur noch auf schwerwiegende Verfahrensfehler überprüft. Der Sportler erhält hierdurch kein faires Verfahren und muss selbst erkennbar falsche Urteile mit schwerwiegenden Folgen hinnehmen.“

Das Schweizer Bundesgericht hat den Eilantrag u. a. mit dem Hinweis darauf abgelehnt,
dass es auch im Hauptverfahren keine großen Erfolgsaussichten sieht. Damit ist im Prinzip klar, dass meine Beschwerde kaum Erfolg haben wird. Von daher werden wir uns nun darauf konzentrieren, mit Hilfe des so genannten Revisionsverfahrens in der Schweiz eine Wiederaufnahme des Verfahrens und auf diesem Weg dann die Aufhebung der Sperre zu erreichen.

Im Mittelpunkt werden dabei neue Erkenntnisse zu einer Blutanomalie stehen, die zum Zeitpunkt der CAS-Verhandlung noch nicht bekannt waren. Ich bin mir zu hundert Prozent sicher, früher oder später vollumfänglich rehabilitiert zu werden. Doch mir ist auch klar, dass dies noch ein langer, beschwerlicher Weg wird. Umso wichtiger ist es, dass der Zuspruch aus der Bevölkerung stetig wächst. Heute hat der Sportinformationsdienst (sid) das Ergebnis einer von ihm in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage veröffentlicht. Demnach hat das Meinungsforschungsinstitut promit ermittelt, dass 69,1 Prozent der Deutschen mich gerne bei Olympia gesehen hätten. Das ist natürlich ein stolzes Ergebnis. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass mehr als zwei Drittel der Befragten zu dieser Auffassung gekommen wären, wenn sie mich für eine Betrügerin und Lügnerin halten würden. Es freut mich riesig, dass die Menschen hierzulande ein feines Gespür dafür das haben, was mir widerfährt. Alle, die an mich glauben und mich unterstützen, können gewiss sein, dass sie mich auf jeden Fall nochmals auf dem Eis wiedersehen werden. Versprochen!

In diesem Sinne,
bleibt mir gewogen

Eure Claudia


Letzte Aktualisierung:
25.11.2009

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